fbpx
VERENA HINTEREGGER

Du musst dich nicht entscheiden, wenn du tausend Träume hast

„Ich habe immer gehofft, dass irgendwas auf mich zukommen und ich endlich wissen würde: Genau das ist es! Aber das ist nie passiert. Ich wünschte jemand würde mir sagen, was ich mit meinem Leben anfangen soll…“

Wie ist das bei dir? Als ich diese Zeilen aus dem Buch „Du musst dich nicht entscheiden, wenn du tausend Träume hast!“ von Barbara Sher gelesen habe, dachte ich mir: Diese Zeilen könnten von mir stammen. Es ist ein klassisches Scanner-Problem. Scanner?

Scanner sind Menschen, die vielfältige Interessen und Begabungen haben. Ihr innerer Antrieb ermöglicht es ihnen, sich ständig auf Entdeckungsreise zu begeben. Am Liebsten beschäftigen sie sich mit unterschiedlichsten Themen – und das am besten gleichzeitig. Die Themen müssen auch überhaupt nichts miteinander zu tun haben. Scanner Persönlichkeiten lesen auch nicht nur ein Buch sondern gleich mehrere Bücher. Zwar nicht zu Ende, aber parallel durcheinander. So, wie es für sie gerade passend ist. Ihr Lebensmotto lautet: „Das Leben ist Veränderung!“

Immer das tun, was einem gerade Spaß macht. Hört sich für viele vielleicht unglaublich und wahrscheinlich auch unmöglich an oder? Für mich war es das zumindest, bis ich das Buch von Barbara Sher in meinen Händen hielt. „Das Buch ist wie für mich geschrieben!“, denn schon nach der ersten Seite fühlte ich mich verstanden, wie noch nie zuvor:

„ (…) Ich mache wahnsinnig gerne viele verschieden Dinge, aber ich kann mich auf keines konzentrieren oder länger dranbleiben. Ich verliere die Lust an Dingen, auch wenn ich anfangs dachte, sie würden mich bis an mein Lebensende interessieren. Etwas Neues zu lernen, macht mir Spaß – aber sobald ich weiß, wie es geht, langweilt es mich. Ich werde nie ein Experte für irgendetwas sein – und ich bin mir auch nicht sicher, dass ich es gerne wäre. Aber wie kann ich Erfolg haben, ohne mich zu spezialisieren? (…)“

Mittlerweile habe ich das Buch bis zur Hälfte gelesen. Applaus bitte 😉 Momentan lese ich ungelogen 12 Bücher. Darunter „Mentaltraining im Triathlon“, „CHRISTINA, Zwillinge im Licht geboren“, „Glücklich leben ohne Müll“ und „Das YIN-Prinzip“. Kann sein, dass ich das Buch von Barbara Sher auch gar nie zu Ende lese, weil ich das Interesse verliere oder einfach schon alles weiß, was ich momentan wissen will oder muss. Meistens durchfährt es mich dann wie ein Blitz und ich muss sofort wieder ein Buch aufschlagen, welches ich beispielsweise vor einem Monat zu lesen begonnen habe, weil mich ein Gedanke an ein Thema erinnert und ich genau weiß, wo ich suchen muss, um die Antworten auf meine Fragen zu erhalten.

Jedenfalls hier einige Tipps und Reminder an dich (solltest du dich auch als „Scannerpersönlichkeit“ fühlen) und selbstverständlich an mich:

  • Du musst dich nicht entscheiden!
  • Wähle einen Beruf, der deine Vielfalt an Interessen wiederspiegelt
  • Stelle dir einen Timer (25min.), um dich in dieser Zeit voll und ganz auf ein Thema konzentrieren zu können
  • Verurteile dich nicht dafür, viele Interessen und Begabungen zu haben
  • Gestalte dein eigenes „Projektbuch“, in dem du alle deine Ideen festhalten kannst
  • Schreibe deine Gedanken auf (Bullet Journal)
  • Versuche, ein Projekt von hinten nach vorne zu planen, um zu erkennen, dass jedes Projekt umsetzbar ist
  • Verurteile dich nicht, wenn du Projekte nicht zu Ende bringst. Wer sagt, wann etwas zu Ende ist? Solange dir ein Projekt Freude bereitet, widme dich den Aufgaben. Verlierst du dein Interesse daran, überlege dir, wie du für dich persönlich einen Schlussstrich ziehen kannst. Du alleine entscheidest, warum du etwas tust, auch wenn das einzige – absolut legitime – Argument folgendermaßen lautet: „Es macht mir einfach Spaß!“

_

Quellen: Barbara Sher, Du musst dich nicht entscheiden, wenn du tausend Träume hast, 2018. / Katja Kremling, montags-impulse.de/2018/07/23/scanner-persoenlichkeit-hilfe-ich-bin-vielbegabt/, 10. Mai 2020.

Photo Credit: Sabrina Stummer, Freilichtmomente

Do things before you are ready!

Deine Verena

Hinterlasse mir gerne deine Gedanken zu diesem Beitrag.

© Verena Hinteregger 2020