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VERENA HINTEREGGER

An Zielen kann man scheitern, an Träumen nicht

Stell dir vor, du hast eine Stunde Zeit, um dir alle deine Wünsche einmal aufzuschreiben. Jemand sagt zu dir, dass sich jeder einzelne Wunsch erfüllen wird. Unter folgender Bedingung: Deine Wünsche müssen ehrlich gemeint sein und du musst daran glauben. Du vertraust darauf, auch wenn du dafür etwas Geduld brauchst. Hokuspokus… es erfüllen sich deine Wünsche. Nette Geschichte? Stell dir vor… das ist echt möglich!

Wir sollten uns öfters träumen trauen!

Damit wir unsere Träume leben können, sollten wir zunächst folgendes wissen: Träume sind keine Wünsche und beides schon gar keine Ziele! Wenn wir von etwas träumen, fällt uns das manchmal sehr leicht, denn “träumen wird man wohl noch dürfen oder?”. Ich finde es auch ganz wichtig, (groß) zu träumen, denn daraus können sich ganz konkrete Wünsche ergeben. Außerdem kann man an Träumen nicht scheitern. Diese Tatsache erlaubt es uns, zumindest einmal einen Gedanken an etwas scheinbar Unerreichbares zuzulassen.

Aber Vorsicht: Manchmal träumen wir von Dingen und Aktivitäten, die wir niemals wirklich umsetzen wollen würden. Wir haben manchmal so Phasen, bekommen Impulse oder stellen uns einfach nur vor, wir es wär, wenn… Wünsche sind allerdings Vorhaben, die man wirklich will. (Ich will…) Wir haben ein Verlangen nach einer Sache, die wir uns dann auch gerne konkret visuell vorstellen (die objektive/subjektive Visualisierung ist eine Möglichkeit des mentalen Trainings).

Fallen dir ein paar Wünsche ein? Bestimmt hast du welche, die bei dir alleine beim Gedanken daran, Herzklopfen auslösen. Das ist wunderbar, denn ehrlich gemeinte Träume und Wünsche sind potentielle Ziele.

Gute Ziele sind SMARTe-Ziele und für alle Menschen und die gesamte Umwelt verträglich.

Wer bereit ist, seine Träume und Wünsche auch wirklich zu leben, kommt jedoch um eine detaillierte Beschreibung der momentanen Situation (Analyse des Ist-Zustandes) nicht herum. Man kann sich dazu folgende Fragen stellen:

  • Welches Problem habe ich?
  • Was bereitet mir Sorgen?
  • Was möchte ich verbessern?

 

Kann man die Ist-Situation bewusst wahr- und annehmen, folgt darauf die exakte Formulierung des Ziels, das erreicht werden will. Dafür kann man als Vorbereitung auf eine Zielformulierungs-Technik folgende Fragen stellen:

  • Was ist mir wichtig?
  • Was möchte ich in meinem Leben erreichen?
  • Welche Wünsche und Träume möchte ich mir erfüllen?

 

Es gibt mehrere Techniken zur Zielformulierung. Eine ist die sogenannte SMART-Formel. In fünf Schritten kann das eigene, ganz persönliche Ziel einfach und genau definiert werden.

    • S pezifisch
    • M essbar
    • A ttraktiv
    • R ealistisch
    • T erminisiert

 

Spezifisch

Im ersten Schritt geht es um eine klare Zielbeschreibung. Träume und Wünsche sind keine Ziele, sondern lediglich Vorstellungen. Ein Ziel muss daher ganz spezifisch, also konkret, eindeutig und präzise formuliert werden.

Messbar

Im zweiten Schritt begibt man sich auf die Suche einer Messmethode. Ein Ziel soll demnach messbar sein, um den Zielfortschritt oder ein Endergebnis zu prüfen. Hierbei wird zwischen quantitativen und qualitativen Zielen unterschieden. Für beide Arten braucht es ein Erfolgskriterium. Folgende Frage kann hierfür gestellt werden: Woran genau merke ich, dass ich das Ziel erreicht habe?

Aktionsorientiert/attraktiv

Das Ziel soll positiv und aktionsorientiert formuliert werden. Das heißt, man muss selbst etwas zur Erreichung des Zieles tun können. Außerdem soll das Ziel attraktiv sein – der Weg zum Ziel soll Spaß machen. Auch die Abhängigkeit von anderen Personen soll vermieden werden.

Realistisch

Das persönliche Ziel kann ruhig hoch gesteckt sein. Hochgesteckte Ziele fordern uns. Sie dürfen aber nicht überfordern. Das Ziel muss erreichbar sein. Es können auch Zwischenziele eingebaut werden, um die Motivation zu steigern. Denn für ein hohes, unerreichbar scheinendes Ziel werden bleibt die Motivation aus. Frustration ist sozusagen vorprogrammiert.

Terminiert

Zu jedem Ziel gehört ein klarer Termin, bis wann das Ziel erreicht sein soll. Wenn ein Ziel nicht terminiert ist, schiebt man es immer vor sich her. Somit ist der Termin DAS entscheidende Merkmal eines echten Zieles.

Do things before you are ready!

Deine Verena

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© Verena Hinteregger 2020